9 Feng Shui Tipps zum Eingang der Wohnung

Der Eingang spielt eine zentrale Rolle in den östlichen Lehren vom Wohnen. Oft wird die Vordertür als Mund gesehen, das Haus als lebendes Wesen. Zum Eingang im Feng Shui gehören der Innen- und der Außenbereich rund um die Wohnungstür.

Der Flur lenkt das Chi, die positive Lebensenergie, in die Wohnung. Dieser Bereich des Hauses sollte daher möglichst großzügig gestaltet werden - alles, was ausbremst und aufhält, hat hier nichts zu suchen. Der Eingang ist in der Tradition der Mund des als Organismus gedachten Hauses. Der Eingangsbereich sollte von außen gut sichtbar und nicht verbaut oder verstellt sein, damit das Chi den Weg dorthin auch leicht findet.

Dichtes Buschwerk vor der Eingangstür ist ein Zeichen dafür, dass der Chi Fluss gebremst wird. Was tun, wenn dennoch dichte Pflanzen davor stehen sollen? Dann kann die Wegführung, eine Laterne oder ein Namensschild den Eingangsbereich anzeigen.

Der Eingang ist kein Lagerplatz

Der Eingang sollte nicht verstellt sein - auch nur vorübergehend abgestellte Dinge stören: die Bretter für den Schuppen oder die abholbereiten leeren Umzugskartons begrüßen uns dann doch wochenlang. Die gut sichtbare Mülltonne neben der Tür ist ein Müllhaufen, wenn auch ein zugedeckter. Eine grüne Hecke oder ein bewachsener Sichtschutz halten sie aus dem Bewusstsein des Besuchers raus. Lagern Sie Baumaterial, Gerümpel oder Altpapier ebenfalls außer Sichtweite - im Keller oder im Garten hinter dem Haus.

Feng Shui Tipps für den Eingang

  • Ideal sind leicht versetzte Wandspiegel im Flur - sie lenken den Energiestrom geschickt in die anderen Zimmer.
  • Ein angenehmer Nebeneffekt: Die so angebrachten Spiegel lassen kleine Flure größer erscheinen. Der Eingang wirkt großzügig.
  • Buschige, rundblättrige Grünpflanzen eignen sich bestens, die Energie in sanften Kurven weiterzuleiten.
  • Helle Farben sind zu empfehlen für die der Eingangstür gegenüber liegende Wand. Sie verleihen dem Raum mehr Tiefe.
Eingangsbereich eines Bauernhauses in England. Der Bereich vor der Haustür ist frei, durch die Pflanzen am Weg und links neben der Tür wirk der Eingang dennoch nicht kahl oder 'zu' offen.

Das sollten Sie vermeiden

  • Stellen Sie den Flur möglichst nicht mit Schränken und anderen Möbeln zu - das bremst Sie.
  • Ersetzen Sie schlechte Beleuchtung durch neue Lampen: Wo das Licht fehlt, fehlt auch die Energie. Es kommt nicht auf teure Designerlampen an, sondern auf Lichtquellen, die eine schöne Atmosphäre geben. Unter diesem Aspekt ist gerade der Einsatz von Energiesparlampen nur begrenzt zu bejahen.
  • Sehr ungünstig ist es, wenn man beim Betreten des Eingangsbereichs durch ein Fenster oder eine Hintertür direkt wieder hinaus ins Freie sehen kann - das würde den Energiestrom gleich aus der Wohnung ziehen. Abhilfe schafft ein Perlenvorhang, Pflanzen oder ein von der Decke hängendes Objekt wie ein Klangspiel.
  • Der Feng Shui Eingang kann auch den Einbau einer Trennwand erfordern. Aber da das weitere Folgen hat, sollte vorher ein Berater befragt werden.
  • Auch in einem langen und kahlen Flur fließt das Chi nicht optimal. Doch diese Gegebenheit lässt sich austricksen: zum Beispiel mit geschwungenen Lichtleisten an der Deckke, geschwungenen Intarsien im Fußbodenbelag, einem mehrfarbigen Teppichboden oder aber mit einem ovalen Teppich.

Eingang in Mietwohnungen

In Mietwohnungen sind die Möglichkeiten der Raumgestaltung begrenzt. Doch es ist einfach, den Eingangsbereich einladend zu gestalten, indem die bremsenden Elemente beiseite geräumt werden: Muss man erst über Schuhe, Zeitungsstapel und Kartons steigen und sich einen Garderobenplatz direkt hinter der Tür freischieben, gerät die Energie ins Stocken. Folge: wer eintritt, ist gehemmt und fühlt sich unwohl. Das ist alles andere als esoterisch, sondern ganz normaler Alltagsverstand. Dennoch in vielen Wohnungen der Normalfall.

Auch klemmende, quietschende Türen oder Türen, die sich nur teilweise öffnen lassen, bremsen den Eintretenden.

Fazit

Besonders vor und hinter der Eingangstür sind Klarheit und Offenheit bedeutend.

Bild links: Eingangstür einer Villa in Paris. Streng, klar und von einer gewissen Eleganz, wirkt der Eintrittsbereich schon fast etwas anonym.